Die frühe Yogini fängt…

Ich bin die, die noch zehn mal auf die Schlummertaste gedrückt hat und jeden Ausschlaf-Tag in der Woche beigesehnt hat. Oftmals bin ich am Wochenende erst um elf Uhr aus dem Bett gekrochen und habe dann erschrocken festgestellt, dass der halbe Tag schon rum ist…Während der Yogalehrerausbildung hieß es dann, sechs Uhr Atemübungen, Meditation, Yogastunde…ein Graus für mich. Weder mein Atem, meine Knochen noch mein Geist  wollten so richtig mit.

Im Laufe meiner Yogapraxis und im Austausch mit anderen Yogis und Yoginis kam immer wieder das Thema auf, wie sieht Deine Morgenroutine aus? Um fünf Uhr aufstehen, Zitronenwasser trinken, Zunge schaben, Öl ziehen, Nasenspülung, Yoga, Frühstück und dann zur Arbeit? Unvorstellbar damals für mich.

Es hat Jahre gebraucht bis ich gemerkt habe, dass es keine Strafe ist diese oder andere Morgenroutinen in meinen gefüllten Alltag neben kfm. Job und Yoga zu unterrichten zu integrieren.
Abends oft viel zu müde, blieb nur noch der Gang ins Bett und nicht mehr  auf die Matte, der Ausgleich fehlte.

Es hat mehrere Anläufe gebraucht, bis ich die Schlummertaste nicht mehr gedrückt habe sondern freudig aus dem Bett gesprungen (was etwas übertrieben ist) bin und dankbar angenommen habe wie wertvoll genau diese stille, frühe Zeit für mich ist.
Ich starte viel gelassener, freudiger  und dankbarer in meinen Tag und schöpfe genau aus dieser Zeit meine Kraft.

Oft variiere ich nach Lust und Laune, mal lasse ich die Asanas weg und tanze einfach zu meiner Lieblingsmusik und fünf Uhr ist es auch nicht geworden, halb sechs Uhr reicht mir völlig aus und ich bin auch nicht so ganz streng, wenn ich doch mal einen Tag einfach keine Lust habe, was immer weniger wird.

Selbstliebe, Achtsamkeit und Dankbarkeit ist hier mein Schlüssel.

… und heute…?

Die frühe Yogini rockt den Tag…

Namasté
Kerstin

 

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