Achtsamkeit à la carte – mein Selbstversuch mit Karma-Kärtchen (Gastbeitrag)

Kennt ihr das, wenn euch eine Sache nicht mehr aus dem Kopf geht, euch aber trotzdem der Mut oder die Zeit fehlt, die Sache anzugehen? So geht es mir in letzter Zeit häufiger.

Schon seit Wochen nehme ich mir vor, etwas für mich zu tun. Wellness oder so. Einfach entspannen. Vom Alltagsstress, der Uni und dem sonstigen Chaos. Doch bisher konnte ich mich leider, vor allem aus zeitlichen Gründen, nicht dazu aufraffen. Deswegen ist es jetzt Zeit für einen Selbstversuch.

Das Schicksal spielt mir in die Karten

Stattdessen verbringe ich meine Freizeit mit irgendwelchen Hausarbeiten oder kaufe mir zur Vorbereitung auf die nächste Prüfung ein paar Lernbücher. Während ich das nächste Buch suche, stolpere ich über ein kleines Kartenset. „Achtsamkeit für dich – 50 Karma-Kärtchen“ steht auf der Vorderseite.

Noch bevor ich überlege, was man mit den Karten anstellt, greife ich nach ihnen und packe sie in meinen Warenkorb. Zuhause angekommen, öffne ich die Verpackung. Nach dem ersten Stöbern und vielen Wow-Effekten (zum Teil durch superschöne Zitate) nehme ich mir eine Karte aus der Packung raus.

Achtsame Momente an jedem Tag

Tag 1: Ein neuer Anfang

Auf der ersten Karte steht „Lerne heute etwas komplett Neues“. Das können ein paar Vokabeln, Zeichnungen oder sonstige Aktivitäten sein. Sofort fällt mir eine Sache ein: Kürbissuppe. Ich suche das Rezept, kaufe die Zutaten und mache mich an meine erste eigene Kürbissuppe. Et voila! Sie ist mir gelungen. Ich war so sehr mit den Vorbereitungen beschäftigt, dass ich alles andere um mich herum vergaß. Sobald du etwas lernst, was du noch nicht kannst, musst du dich voll und ganz auf den Moment konzentrieren. Und zu meiner Überraschung war ich danach super happy und stolz auf mich.

Tag 2: Verkehrte Welt

„Führe heute alle Tätigkeiten, die du sonst ganz automatisch mit deiner starken Hand erledigst, mit der anderen Hand aus.“ Also gut: Zähne putzen, Haare bürsten, anziehen, Essen, Trinken, Türen aufschließen, WhatsApp-Nachrichten schreiben – alles mit links. Zwar brauche ich einige Minuten mehr bei meiner morgendlichen Routine, aber es hilft: Ich kann gar nicht anders, als achtsam sein.

Anregungen zu kleinen Achtsamkeitsritualen

Es bleibt dir überlassen, ob du jeden Tag ein Kärtchen ziehen möchtest oder nur in Situationen, in denen dir danach ist. Ich habe täglich eine neue Karte gezogen und mich inspirieren lassen. Jede Karte gibt dir eine schöne Anregung zu kleinen Achtsamkeitsritualen im Alltag. Ob in der S-Bahn, auf der Arbeit oder Zuhause, die Kärtchen sind unheimlich hilfreich, um einen Moment lang innezuhalten. Inzwischen bin ich bei der 10. Karte und ich kann euch sagen: Es lohnt sich!

 

Bis Bald

Dein Phillip (Yogaschüler der YogaStreet)

Keine Kommentare

Hinterlasse ein Kommentar